Viele haben den Begriff mit Sicherheit schon gehört, wissen aber nicht
so genau was damit gemeint ist. Der Begriff kommt ja auch derzeit recht
häufig in den Medien vor, ohne aber direkt eine Aufklärung herzugeben.
Gerade wenn der Begriff BDSM in den Medien angesprochen wird, bekommen
viele ein falsches Bild von BDSM.
Die meisten Menschen verbinden mit BDSM das Fesseln und Schlagen von
Personen. Dies kann je nach Geschmack auch stimmen, muss aber nicht.
BDSM ist nämlich eher ein Sammelbegriff für viele unterschiedliche
Spielarten. Man kann es recht einfach mit der Musik vergleichen, dort
gibt es ja auch als Obergruppe die Pop-Musik und darunter dann ganz
viele andere Musikrichtungen, welche selbst schon teilweise garnichts
mehr mit Pop-Musik zutun haben. Das ist im Endeffekt das gleiche mit
BDSM.
Der Begriff BDSM ist zusammengesetzt aus folgenden englischen Begriffen:
Bondage = Fesselung
Discipline = Diziplinierung
Dominance = Dominanz
Submission = Unterwerfung / Unterordnung
Sadism = Sadismus
Masochism = Masochismus
Leider gehen aus den ganzen Begriffen allerdings nicht hervor, was elementar wichtig ist, BDSM ist und bleibt ein Rollenspiel zwischen zwei (oder mehr) Personen. Innerhalb des Rollenspiels können allerdings (müssen aber nicht) die genannten Punkte ausgeübt werden.
Es gibt also Paare die nur Fesselungen, Dominanz und Unterwerfung ausüben und dabei keinerlei Schmerzen (durch schlagen) austeilen bzw. empfangen. Auf der anderen Seite gibt es Paare welche eher den Schwerpunkt auf Schmerzen legen. Wie man sieht ist das alles sehr vielschichtig und alles auch sehr schwer vergleichbar.
Kommen wir nun zu den einzelnen Begriffen.
Bondage:
Zu deutsch Fesselung. Die Fesselung ist sehr vielfältig und kann mehrere Zwecke erfüllen. Eine Fesselung kann der Luststeigerung, der Bestrafung als auch der Kunst dienen. Die einfachste und schnellste Art der Fesselung sind Handschellen, die anspruchvollsten Fesselungen werden allerdings durch Seile erreicht.
Man kann seinen Partner zum Beispiel die Gliedmaßen zusammenbinden und dadurch Bewegungsunfähig machen oder einfach an Gegenstände fixieren. Zusätzlich ist es auch möglich die Gliedmaßen zu spreizen, zum Beispiel durch Spreizstanden oder einem Andreaskreuz. Was man in dieser Position so machen kann, überlasse ich eurer Phantasie.
Discipline:
Zu deutsch Diziplinierung. Damit ist das zufügen von Schmerzen durch Schläge gemeint. Die Schläge können entweder durch die Hand oder durch Schlaginstrumente (Peitsche etc. pp.) ausgeübt werden. Die dadurch erzeugten Schmerzen dienen entweder der Lustgewinnung oder der Bestrafung.
Sehr häufig wird die Diziplinierung in Verbindung mit Bondage benutzt.
Dominance und Submission:
Zu deutsch Dominanz und Unterwerfung. Ich habe diese beiden Punkte absichtlich zusammengefügt, da diese eigentlich nur in Kombination anzutreffen sind. Das wohl klassische bzw. bekannteste Bild ist "Meister und Sklave", daneben gibt es aber noch eine Vielzahl weiterer Spielarten wie z.B. "Lehrer und Schüler", "Arzt und Partient" und viele mehr. Diese Spielart kann komplett ohne Spielzeug auskommen und basiert auf die psychische Ebene eines Menschen. Daher ist es gerade in diesem Bereich sehr wichtig seinen Partner zu kennen und das sich beide wirklich vertrauen. Speziell psychisch orientierte Praktiken sind z. B Erziehungsspiele. Dem devoten Partner werden Regeln bzw. Verhaltensweisen auferlegt, an welche er sich zu halten hat. Daneben gibt es noch eine Vielzahl weiterer Spielarten, wie das Petplay (wo der devote Partner ein Tier spielt) oder das Ageplay (der devote Partner spielt eine wesentlich jüngere Person). Ich persönlich stehe auf die Erziehungsspiele, daher kann ich zu den anderen Spielarten nicht viel sagen. Gerade wegen dem psychischen Aspekt ist es hier sehr wichtig mit seinem Partner konsequent darüber zu reden. DS (die Kurzform von Dominanz und Unterwerfung) kann bei Paaren so stark ausgeprägt sein, das diese sogar eine DS Beziehung 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche spielen (24/7). Ich persönlich finde diese Art von Beziehung allerdings gerade in einer Ehe eher problematisch, da es hier keine wirkliche Auszeit gibt. Aber ich göhne es jeden der es wirklich durchhält. Auch oder besser gerade bei diesen Spielen ist es im wichtig ein Safeword zu haben. Und nicht vergessen, den Sub auch zu belohnen. Und ja, das Ganze ist wirklich freiwillig und passiert nicht unter Zwang.
Sadism und Masochism:
Sado-Masochismus gehören ebenso zusammen, da das jeweilge andere voneinander abhänig ist. SM basiert auf Schmerzen austeilen bzw Schmerzen einstecken. Dies kommt sehr selten alleine vor, daher kann man eher als Zuordnung sehen, da alle Punkte oben Bestandteil des SMs haben kann.
Beim BDSM muss es im übrigen nicht zwangsläufig zum sexuellen Kontakt kommen, auch wenn es fast immer darauf hinausläuft. Vielen Paaren kann es schon genügen in diesem Rollenspiel eingebunden zu sein. Gerade der devote Partner kann in seiner Rolle vom Alltag entrinnen, da er die komplette Verantwortung an seinen dominanten Partner abgibt und nur noch auf sein Partner zu hören hat.
Im übrigen hat der devote Partner die eigentliche Kontrolle über das Rollenspiel, da dieser in der Lage ist, das Spiel jederzeit abzubrechen.
Also um das ganze nochmal zusammenzufassen:
BDSM ist ein freiwilliges Rollenspiel mit SM Aspekten.
Der Begriff BDSM ist zusammengesetzt aus folgenden englischen Begriffen:
Bondage = Fesselung
Discipline = Diziplinierung
Dominance = Dominanz
Submission = Unterwerfung / Unterordnung
Sadism = Sadismus
Masochism = Masochismus
Leider gehen aus den ganzen Begriffen allerdings nicht hervor, was elementar wichtig ist, BDSM ist und bleibt ein Rollenspiel zwischen zwei (oder mehr) Personen. Innerhalb des Rollenspiels können allerdings (müssen aber nicht) die genannten Punkte ausgeübt werden.
Es gibt also Paare die nur Fesselungen, Dominanz und Unterwerfung ausüben und dabei keinerlei Schmerzen (durch schlagen) austeilen bzw. empfangen. Auf der anderen Seite gibt es Paare welche eher den Schwerpunkt auf Schmerzen legen. Wie man sieht ist das alles sehr vielschichtig und alles auch sehr schwer vergleichbar.
Kommen wir nun zu den einzelnen Begriffen.
Bondage:
Zu deutsch Fesselung. Die Fesselung ist sehr vielfältig und kann mehrere Zwecke erfüllen. Eine Fesselung kann der Luststeigerung, der Bestrafung als auch der Kunst dienen. Die einfachste und schnellste Art der Fesselung sind Handschellen, die anspruchvollsten Fesselungen werden allerdings durch Seile erreicht.
Man kann seinen Partner zum Beispiel die Gliedmaßen zusammenbinden und dadurch Bewegungsunfähig machen oder einfach an Gegenstände fixieren. Zusätzlich ist es auch möglich die Gliedmaßen zu spreizen, zum Beispiel durch Spreizstanden oder einem Andreaskreuz. Was man in dieser Position so machen kann, überlasse ich eurer Phantasie.
Discipline:
Zu deutsch Diziplinierung. Damit ist das zufügen von Schmerzen durch Schläge gemeint. Die Schläge können entweder durch die Hand oder durch Schlaginstrumente (Peitsche etc. pp.) ausgeübt werden. Die dadurch erzeugten Schmerzen dienen entweder der Lustgewinnung oder der Bestrafung.
Sehr häufig wird die Diziplinierung in Verbindung mit Bondage benutzt.
Dominance und Submission:
Zu deutsch Dominanz und Unterwerfung. Ich habe diese beiden Punkte absichtlich zusammengefügt, da diese eigentlich nur in Kombination anzutreffen sind. Das wohl klassische bzw. bekannteste Bild ist "Meister und Sklave", daneben gibt es aber noch eine Vielzahl weiterer Spielarten wie z.B. "Lehrer und Schüler", "Arzt und Partient" und viele mehr. Diese Spielart kann komplett ohne Spielzeug auskommen und basiert auf die psychische Ebene eines Menschen. Daher ist es gerade in diesem Bereich sehr wichtig seinen Partner zu kennen und das sich beide wirklich vertrauen. Speziell psychisch orientierte Praktiken sind z. B Erziehungsspiele. Dem devoten Partner werden Regeln bzw. Verhaltensweisen auferlegt, an welche er sich zu halten hat. Daneben gibt es noch eine Vielzahl weiterer Spielarten, wie das Petplay (wo der devote Partner ein Tier spielt) oder das Ageplay (der devote Partner spielt eine wesentlich jüngere Person). Ich persönlich stehe auf die Erziehungsspiele, daher kann ich zu den anderen Spielarten nicht viel sagen. Gerade wegen dem psychischen Aspekt ist es hier sehr wichtig mit seinem Partner konsequent darüber zu reden. DS (die Kurzform von Dominanz und Unterwerfung) kann bei Paaren so stark ausgeprägt sein, das diese sogar eine DS Beziehung 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche spielen (24/7). Ich persönlich finde diese Art von Beziehung allerdings gerade in einer Ehe eher problematisch, da es hier keine wirkliche Auszeit gibt. Aber ich göhne es jeden der es wirklich durchhält. Auch oder besser gerade bei diesen Spielen ist es im wichtig ein Safeword zu haben. Und nicht vergessen, den Sub auch zu belohnen. Und ja, das Ganze ist wirklich freiwillig und passiert nicht unter Zwang.
Sadism und Masochism:
Sado-Masochismus gehören ebenso zusammen, da das jeweilge andere voneinander abhänig ist. SM basiert auf Schmerzen austeilen bzw Schmerzen einstecken. Dies kommt sehr selten alleine vor, daher kann man eher als Zuordnung sehen, da alle Punkte oben Bestandteil des SMs haben kann.
Beim BDSM muss es im übrigen nicht zwangsläufig zum sexuellen Kontakt kommen, auch wenn es fast immer darauf hinausläuft. Vielen Paaren kann es schon genügen in diesem Rollenspiel eingebunden zu sein. Gerade der devote Partner kann in seiner Rolle vom Alltag entrinnen, da er die komplette Verantwortung an seinen dominanten Partner abgibt und nur noch auf sein Partner zu hören hat.
Im übrigen hat der devote Partner die eigentliche Kontrolle über das Rollenspiel, da dieser in der Lage ist, das Spiel jederzeit abzubrechen.
Also um das ganze nochmal zusammenzufassen:
BDSM ist ein freiwilliges Rollenspiel mit SM Aspekten.



























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